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| Der Verein "Naturpädagogisches Zentrum Schelphof" e.V. |
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Auf Anregung von Barbara Bayreuther- Finke, Vorsitzende des Landschaftsbeirates Bielefeld, bildete sich im Februar 2000 eine Arbeitsgruppe mit dem Ziel, am Schelphof in Bielefeld-Heepen eine Bildungsstätte für Naturpädagogik mit dem Schwerpunkt "Ökologischer Landbau und bäuerliche Kulturlandschaft" einzurichten. Am 6.12.2000 wurde der gemeinnützige Trägerverein "Naturpädagogisches Zentrum Schelphof e.V." gegründet, in dem die Bielefelder Naturschutzverbände Naturwissenschaftlicher Verein, NABU, BUND und ProGrün Gründungsmitglieder sind, wie auch Einzelpersonen. Der Verein organisiert die pädagogische Arbeit vor Ort, die Finanzierung, die Erweiterung der Räumlichkeiten, etc. |
| Das Programm |
Für die naturpädagogische Arbeit auf dem Schelphof stand in den ersten drei Jahren (März 2001-Februar 2004) eine durch das Arbeitsamt geförderte SAM-Stelle zur Verfügung, besetzt von Anne Wehmeier, Dipl.-Sozialarbeiterin u. Umweltpädagogin. Ab 2004 muss der Trägerverein die Stelle in vollem Umfang selbst finanzieren. Die Stiftung für die Natur Ravensberg unterstützte im Jahr 2001 die Einrichtung finanziell, 2002 bis 2011 wurden Fördergelder bei verschiedenen Organisationen eingeworben.Seit April 2001 wird ein vielfältiges Programm für Kindertagesstättengruppen, Schulklassen, ErzieherInnen und LehrerInnen mit dem Schwerpunkt Ökologischer Landbau und bäuerliche Kulturlandschaft angeboten. Die umgebende landwirtschaftlich geprägte Kulturlandschaft wird zu einen hervorragendem Lern- und Erlebnisraum für Jung und Alt. |
| Highlights 2011 |
„Außerschulische Umweltbildung für Bielefelder Förderschulen“ ist als neues Projekt gestartet. SchülerInnen mit besonderen Förderbedürfnissen lernen in neuen Kontexten mit umweltpädagogischen Methoden. Zentral ist das Lernen mit allen Sinnen, um dadurch Zusammenhänge zu be-greifen. Es wurden z.B. Hagebutten zu kleinen Köstlichkeiten verarbeitet oder Lehmsteine für ein Bienenhotel gebaut. Die Finanzierung des Projektes übernahm die Stiftung-Diamant-Software. „Einmal im Leben Bäuerin oder Bauer sein!“, das vom NPZ entwickelte Planspiel wurde von 20 Kindern in den Sommerferien gespielt. Kinder spielen Rollen und Situationen rund um die Themen Landwirtschaft, Handel und Ernährung nach, um ein besseres Verständnis aber auch Handlungsfä-higkeiten für unsere Lebenswelt zu gewinnen. Das Planspiel wurde gefördert vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. „Kartoffel, Korn & Co“, Themen einer gesunden Ernährung werden von vielen Kitas und Schulen bearbeitet. Am NPZ können Kinder vor allem in der Praxis erleben, wo gesunde Lebensmittel wachsen, wie sie verarbeitet werden und warum sie so gesund sind. Die Veranstaltungen förderte die Bielefelder Bürgerstiftung. In den Herbstferien „Naturschutz vor meiner Haustür“ arbeiteten 18 Kinder an einem Insektenhotel. Lehmsteine und Holzklötze wurden mit Brutröhren versehen und in einzelne Fächer des Hotels eingebaut. Das Angebot wurde mit Fördermitteln des Naturschutzes realisiert. |
| Der Schelphof im Landschaftsschutzgebiet |
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Der Schelphof liegt im Stadtteil Bielefeld- Heepen und ist Hauptbestandteil eines noch relativ großen Freiraumes (320ha) nordöstlich der Müllverbrennungsanlage. Dieses sog. "Schelphofgebiet" wird umgrenzt durch die Milser Straße im Norden, die Altenhagener Straße im Osten, die Eckendorfer Straße im Süden und den Schelpmilserweg im Westen. Dieses ausgewiesene Landschaftsschutzgebiet zählt aus Sicht des Natur- und Landschaftsschutzes und für die Erholung zu den wertvollsten im Bielefelder Stadtgebiet. Naturräumlich gehört dieses Gebiet zum Ravensberger Hügelland, geologisch zur Herforder Liasmulde. Weite Teile der Landschaft werden geprägt durch die Talauen von Windwehe, Lutter und Vogelbach und waren ursprünglich feuchte Grünlandflächen, die in den 50er Jahren zum Teil in Ackerland umgewandelt worden sind. Heute findet sich hier eine bäuerliche Kulturlandschaft, die ökologisch sowie kulturhistorisch hochwertig einzustufen ist und landschaftlich reiche Strukturen besitzt. Ackerflächen, Weiden und Wiesen, kleine Waldstücke, Bäche, etliche Kleinweiher und zahlreiche Feldhecken prägen das Landschaftsbild. ![]() |
| Das Modell Schelphof |
Die Hofanlage des Schelphofes ist eine der ältesten Gründungen dieses Raumes. Das denkmalgeschützte Gebäude hat eine traditionsreiche Geschichte. Das eindrucksvolle Hauptgebäude – ein Vierständer Fachwerkbau – wurde in den Jahren um 1848 neu aufgebaut. Angesichts des hier noch relativ reichen Naturpotentials hat der Naturwissenschaftliche Verein für Bielefeld und Umgebung im Jahre 1986 der Stadt Bielefeld als Eigentümerin ein Konzept, das sog. "Modell Schelphof", vorgeschlagen mit dem Ziel, den Freiraum zu erhalten, die Natur zu schützen und weiter zu entwickeln sowie eine naturverträgliche Landbewirtschaftung zu garantieren. Aufgrund der erfreulicherweise positiven Entscheidung der Stadt Bielefeld wurde eine "Arbeitsgruppe Schelphof" gebildet, die die Realisierung des Modells begleitete. Die Stadt Bielefeld verpachtet seit 1987 den Schelphof an die Familie Fischer mit dem Ziel, extensive Landwirtschaft mit Landschaftspflege zu vereinbaren. Das Pächterehepaar bewirtschaftet den Hof nach ökologischen Richtlinien und stellt dem NPZ eine Fläche und ein Büro zur Verfügung. |
| Ein naturnaher Bauerngarten |
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Der von einer Arbeitsgruppe des NABU ehrenamtlich angelegte Bauerngarten bietet in seiner Vielfalt und Größe einen wunderschönen Anblick. Alte Bauerngartenstauden können ebenso begutachtet werden wie verschiedene Insektenarten. Der naturnahe Bauerngarten ist nach kulturhistorischen Vorbildern angelegt und für jedermann frei zugänglich. ![]() |
| Zukunft will Vielfalt - Dekade der biologischen Vielfalt 2011-2020 |
Wir machen das Thema biologische Vielfalt für SchülerInnen, LehrerInnen und MultiplikatorInnen greifbar. Verschiedene Bildungsbausteine können am Naturpädagogischen Zentrum Schelphof e.V. gebucht werden. Eine Materialmappe ist für LehrerInnen und MultiplikatorInnen erhältlich. Das Projekt wurde gefördert durch die STIFTUNG UMWELT UND ENTWICKLUNG NORDRHEIN-WESTFALEN. |
| Raus aus der Schule - rein in den Acker |
Das Projekt hat die Förderung persönlicher sozialer, kognitiver und handlungsorientierter Kompetenzen zum Ziel um damit eine gleichberechtigtere Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu fördern. 2011 ermöglicht die Martini-Stiftung der Klasse 6 die Teilnahme am Projekt. An ca.15 Projekttagen im Jahr findet der Unterricht im grünen Klassenzimmer des NPZ Schelphof e.V. und in der umliegenden landwirtschaftlich geprägten Kulturlandschaft statt. Im Mittelpunkt steht dabei die Bewirtschaftung eines eigenen Gartenbeetes.„Raus aus der Schule – rein in den Acker“ war auch 2011 ein voller Erfolg. |
| GaLa - Projekt Garten- und Landschaftsbau |
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Seit 2009 baut das GaLa-Projekt auf der Arbeit des Projektes "Raus aus der Schule - rein in den Acker" auf. Für eine Kleingruppe der Oberstufe der Tieplatzschule fördert das GaLa-Projekt die Ausbildungsreife und hilft bei der Berufsorientierung. Das Projekt findet auf dem Nabu-Vereinsgelände statt. Die REGE und Arbeitplus in Bielefeld finanzieren das GaLa-Projekt |